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In
einer 1969 entstandenen wissenschaftlichen Arbeit zur Genese der
Höfe und Siedlungen im Kirchspiel Eschede hat Wolfgang Homann
die siedlungsgeographischen und historischen Aspekte unter
anderem auch zur Frage einer Wüstung Hohenbostel untersucht.
Von ihm stammt die These: Eine aus vier Höfen bestehende
Siedlung Hohenbostel bei Scharnhorst ist vermutlich um die Mitte
des 14. Jahrhunderts wüst gefallen. Später wurde die Ackerflur
von Scharnhorst aus neu aufgeteilt.
Warum
wurden Siedlungsstellen verlassen?
Die
Gründe für die Aufgabe einer Siedlungsstelle konnten (und
können) sehr unterschiedlich sein. Meist standen dahinter
wirtschaftliche Zwänge, Kriegsauswirkungen, Naturereignisse
oder staatliche Willkür. Alle diese Anlässe konnten einzeln
oder im Verbund die Existenzgrundlage entziehen.
Die spätmittelalterliche Getreidekrise in Deutschland war
beispielsweise eine durch wirtschaftliche Veränderungen
hervorgerufene Wüstungsursache. Hungersnöte und
Typhusepidemien bewirkten einen Bevölkerungsrückgang, ebenso
die aus dem Osten ein-
geschleppte Beulenpest, die seit 1348 wütete. Möglicherweise
spielten gravierende klimatische Veränderungen in jener Epoche
hinein, bedrohten den Lebensnerv unserer Vorfahren.
Warum aber wurde die fragliche mittelalterliche Siedlung
Hohnebostel aufgegeben? Das ist nicht überliefert. Unklar
bleibt auch die genaue Lage. Da ist jetzt die Archäologie
gefragt...
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