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... war Gauß' Reich, darin konnte
er seinen Forschungen und Erkenntnissen auf den Gebieten der
Physik, Mathematik, Astronomie und Geodäsie Ausdruck verleihen.
Seine Biografie verdeutlicht Gauß' Faszination von exakter
Wissenschaft als Instrument der Weltdeutung im Zuge der
industriellen Revolution zu Beginn des 19. Jahrhunderts.
Die Portraits zeigen ihn als
Einzelkämpfer im Elysium der Logik - vielleicht ein Ikarus, der
die geistigen Höhenflüge mit Einsamkeit bezahlte? Wie Gauß
selbst über sein Leben gedacht und geurteilt hat, zeigen uns die
folgenden Worte, die einem seiner späten Briefe an den
Jugendfreund Wolfgang Bolyai entnommen sind. Im Alter von 71
Jahren schrieb er:
"Es ist wahr, mein Leben ist mit Vielem geschmückt gewesen,
was die Welt für beneidenswert hält. Aber glaube mir: Die herben
Seiten des Lebens, wenigstens des meinigen, die sich wie der rote
Faden dadurch ziehen, und denen man im höheren Alter immer
wehrloser gegenübersteht, werden nicht zum hundertsten Teil
aufgewogen von dem Erfreulichen".
Auch Arno Schmidt war von Systemen
und Mathematik fasziniert, seine Anleitung zum Gebrauch der
Logarithmentafel und die Kartei zu "Zettels Traum" sei
hier angeführt.
Schmidt sprengt den Kerker verlogener und trügerischer Ordnung
mit dem Esprit seiner Literatur. Er bändigt und geißelt das
Chaos einer uneinsichtigen Welt im Exil der Buchstaben und der
selbst gewählten verhältnismäßigen Einsamkeit der Bargfelder
Enklave.
Im Spannungsbogen zwischen
Heidealltag und der Welt von Gauß und Schmidt könnte die
Scharnhorster Kuhle verortet werden - nicht didaktisch und
historisch exakt, eher assoziativ und spielerisch. Folgende
Künstlerische lnterventionen habe ich nach mehreren
Ortsbegehungen erdacht, sie bestehen aus zusammengehörigen
Elementen:
DIE LEMNISKATE
COUNT UP - COUNT DOWN
MODELL DEUTSCHLAND
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