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Gebäude wies das Inventarium der Amtsvogtej von 1707 aus. Und das
"Weyhäusische Inventarium" von 1730 listete auf 191
Seiten genaustens nicht nur die Gebäude, sondern auch jegliches
Mobiliar auf. Doch noch dem Tod von Georg Wilhelm und der
Aufhebung der Residenz 1705 begann der Stern des Jagdschlosses in
Weyhausen zu sinken. Kurfürst Georg Ludwig von Hannover regierte
in Hannover und wurde 1714 als Georg I. König von
Großbritannien.
Die kurhannoversche Landesaufnahme von 1778 wies in Weyhausen noch
das königliche Jagdschloss aus. Die letzte Erwähnung des
Parforce-Jagdschlosses datiert aus dem Jahr 1775. Vermutlich zu
diesem Zeitpunkt begannen die Abbrucharbeiten. Viele Materialien
wurden für den Bau anderer Gebäude wiederverwendet, so für das
Forsthaus Helmerkamp, die Papierfabrik in Lüneburg, aber auch
für den Grauen-Hof in Weyhausen. Die Zehnt-Scheune am Amtshof in
Beedenbostel, die die Jahreszahl 1671 trug und vor einigen Jahren
abbrannte, soll der ehemalige Weyhäuser Marstall gewesen sein.
Der Gewölbekeller des heutigen Forsthauses in Weyhausen, das etwa
1790 gebaut wurde, soll der Keller des alten Jagdschlosses sein.
Er und der vor wenigen Wochen wiederentdeckte Brunnen sind neben
kleinen Zufallsfunden bei der Gartenarbeit bisher die einzigen
Zeugnisse des früheren herzoglichen und königlichen Areals. Bei
der spannenden Suche nach einen untergegangenen Stück
Heimatgeschichte - unter der Aufsicht des Beauftragten für
archäologische Denkmalpflege in Stadt und Landkreis Celle, Hans
Georg Berger - wurde vor allem ein Lageplan sehr vermisst.
Die Beteiligten aus Weyhausen und Eschede wünschen sich, dass in
den kommenden Jahren Archäologen und Historiker vor den Augen der
interessierten Öffentlichkeit ein Stück Weyhäuser Vergangenheit
in das Licht der Gegenwart rücken, Ihre Mithilfe bieten sie
hierzu gerne an. Vielleicht ist der Tag des offenen Denkmals 1998
hierzu ein erster Schritt.
Joachim
Gries, Journalist, Spurensucher und Heimatforscher aus Eschede
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