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Gestaltung
und Wirkung
In einer
Mäanderschleife umfließt die Lutter zwei halbkreisförmige
Schichtungen aus Birkenholz, menschenhoch gestapelt, eine Hälfte
in der Mitte der anderen beginnend oder endend. Südlich davon
spiegelt ein runder Teich der Sonne, die Sterne, den Himmel, das
Wasser. Hier fließen Lutter und Lachte zusammen. An den inneren
Enden der Stapel laden ein dunkelblauer und ein dunkelroter
Baumstumpf zum Sitzen und Verweilen ein, zum Empfinden des Ortes,
der gestapelten Halbkreise, zum Erleben ihrer Formen und Farben
sowie der speziellen Akustik. Die helle Birke ist ein poetischer
Baum, feenartig. Poetisch sich auch die Farben der inneren
Halbkreise - Blau wie Himmel und Wasser, die Farbe der Romantik,
des Geistes, der Imagination... Rot wie das Feuer, die Wärme und
die Liebe...
Das Objekt ist
vergänglich, in einigen Jahren verrotten die Birkenstapel langsam
und Fügen sich auch auf diese Weise in den natürlichen Kreislauf
ein. Zaunkönige und andere kleine Tiere werden es bewohnen, nach
und nach werden sich verschiedene Pflanzen ansiedeln. Eher eine
lange Zeit werden die Halbkreise in dem neuen Bewuchs sichtbar
bleiben - eine vegetative Erinnerung wächst aus dem Objekt
hervor.
Umsetzung
und Einweihung
Zwei
Künstler leben eine Woche vor Ort, die Stimmungen und
Schwingungen des Platzes können so auf ihre Weise in das Objekt
einfließen. Vielschichtige An- und Einsichten entstehen, das
Vorhaben erzählt und vermittelt Geschichten. Wir wollen der Natur
so nah wie möglich sein, zelten, leben, arbeiten, still sein,
träumen. Wir wollen mit dem Ort, von dem Ort leben, z. B. im
Teich fischen, Wildkräuter sammeln. Die gefangenen Fische werden
am Tag der Einweihung mit Wildgemüse und Wildkräutersalaten
zubereitet und angeboten, Kartoffelsalatspenden sind zur
Ergänzung höchst willkommen...
Event
DER LENZ IST DA!
Die Vögel flüstern
Hochzeit,
Ein Horn tönt über das Wasser,
Chöre singen Frühjahrs- und Liebeslieder,
Die leisen Klänge eines Monokords
Schweben in das Flüsschenflüstern -
Antwortet eine Nachtigall, läutet ein Kuckuck,
Bellt ein Rehbock?
Wir werden hören und sehen!
Klaus Meier-Warnebold, 31.1.2000
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